Seehofer wird

Bundesinnen-

minister

Kommentar

JETZT MUSS SEEHOFER LIEFERN

CSU-Chef Horst Seehofer wird Bundesinnenminister. Vorausgegangen ist dieser Personalentscheidung offensichtlich ein zähes Ringen und Feilschen der drei Koalitionspartner. Klar ist: Jetzt muss Seehofer liefern. Beschränkte er sich als bayerischer Ministerpräsident jahrelang darauf, die Zuwanderungs- und Flüchtlingspolitik der großen Koalition in Berlin zu kritisieren, muss er nun zeigen, was er anders und besser machen will. Die Zeit der leeren Sprüche ist vorbei. Spannend wird auch, wie Seehofer mit Forderungen seines Nachfolgers Söder nach einem härteren Kurs in der Migrationspolitik umgehen wird. In Berlin regieren, in München opponieren – das wird nicht gutgehen. Der Wähler hat dieses doppelte Spiel längst durchschaut und die CSU bei der Bundestagswahl dafür abgestraft. Wenn sich das fortsetzt, wird es auch bei der Landtagswahl im Herbst die Quittung dafür geben. Umso wichtiger ist jetzt eine starke FDP, die die CSU im Bund und in Bayern unter verschärfte Beobachtung stellt. Wenn Taten und Worte weiterhin nicht übereinstimmen, werden wir das in aller Deutlichkeit anprangern. Die einzige bürgerliche Alternative für frustrierte CSU-Wähler ist und bleibt die Bayern FDP.